Im ersten Bezirk wohnen knapp 16.000 Menschen, so wenige wie in keinem anderen Wiener Bezirk. Gleichzeitig arbeiten dort rund 110.000, die meisten in Büros, Kanzleien und Behörden. Wer innerhalb des Rings übersiedelt, hat es daher oft mit zwei Dingen zu tun: einer Wohnung im Altbau mit eigenen Spielregeln und einer Straße, in der der Lkw nicht einfach stehen bleiben kann. Als Wiener Umzugsunternehmen fahren wir regelmäßig aus der Gellertgasse in die Innenstadt. Die folgenden Punkte haben sich dabei als wichtig erwiesen. Eine Übersicht über alle Bezirke bietet die Seite Umzug in Wien nach Bezirken.
Kurz zusammengefasst
- Die Zufahrt zur Adresse ist der kritische Punkt, nicht die Wohnung.
- Halteverbot bei der MA 46 beantragen, mindestens 10 Werktage vorher.
- Im Altbau zählen Stiegenbreite, Innenhof und Hausordnung.
- Meldezettel binnen drei Tagen, Parkpickerl neu beantragen.
Die Zufahrt zuerst klären
Die Innere Stadt war bis 1850 praktisch das ganze Wien, und das merkt man den Gassen an. Viele sind schmal, manche verlaufen als Einbahn, und es gibt Fußgängerzonen und verkehrsberuhigte Bereiche. Welche Zufahrts- und Ladezeiten für Ihre Gasse gelten, lässt sich nicht aus einer Faustregel ableiten. Rufen Sie uns an, bevor Sie den Termin fixieren. Wir sehen uns die Adresse an, prüfen die Zufahrt und besprechen, wo der Lkw stehen kann und wie weit getragen werden muss. Offene Fragen zur Zufahrt klärt die MA 46 meist schon beim Halteverbotsantrag.
Für den Lkw beantragen Sie eine kurzfristige Halteverbotszone bei der MA 46. Laut Stadt Wien muss der Antrag mindestens 10 Werktage vor dem Umzug gestellt werden. Die Bewilligung gilt höchstens eine Woche bzw. fünf Werktage und nur für die Ladezeiten. Wer im ersten Bezirk umzieht, plant die Frist lieber großzügig, weil ein Umzug am Wochenende oder am Monatsende ohnehin gefragt ist.
Altbau, Hof und Stiegenhaus im ersten Bezirk
Die Häuser im ersten Bezirk sind Zinshäuser aus der Gründerzeit, Bürgerhäuser aus früheren Jahrhunderten und einzelne Neubauten dazwischen. Was sie verbindet, sind Stiegenhäuser mit Wendeltreppen, niedrigen Treppenabsätzen und manchmal einem Lift, der erst später in den Schacht gebaut wurde und deshalb nur zwei Personen oder einen schmalen Kasten fasst. Messen Sie die Lifttür und die Treppenbreite, bevor Sie ein neues Sofa bestellen. Bei unpassenden Stücken bauen wir ab oder nehmen den Weg über das Fenster mit einem Möbellift, wenn die Gasse es zulässt.
Viele Häuser haben einen Innenhof oder eine Durchfahrt, durch die kein Lkw passt. Dann wird vom Straßenrand getragen. Hausverwaltungen verlangen oft Übersiedlungszeiten, etwa werktags tagsüber und nicht am Wochenende. Bei denkmalgeschützten Gebäuden kommen Schutzauflagen für Stiegenhaus und Boden dazu. Fragen Sie schriftlich nach, damit am Umzugstag niemand diskutieren muss.
Wohnung, Praxis oder Büro
Im 1. Bezirk liegen Kanzleien, Arztpraxen und Büros oft im selben Haus wie private Wohnungen. Ein Büroumzug oder Firmenumzug verlangt dort eine andere Planung als ein Privatumzug: Akten, Arbeitsplätze und Besprechungsmöbel müssen so verladen werden, dass der Betrieb am nächsten Morgen wieder läuft. Das wird meist am Wochenende erledigt, auch weil die Straßen dann ruhiger sind. Rund ein Viertel der Bewohner des Bezirks ist über 65, ein Hinweis, dass auch der Seniorenumzug hier eine Rolle spielt, etwa beim Wechsel in eine Wohnung mit Lift.
Ein Umzugstag in der Innenstadt
Ein Beispiel: Eine Anwältin gibt ihre Wohnung im dritten Stock eines Altbaus nahe dem Schottentor auf und zieht in eine Wohnung im 8. Bezirk. Der Halteverbotsantrag geht vier Wochen vorher ein, die Hausverwaltung bestätigt Liftzeit und Hofzufahrt. Am Morgen sind vier Leute da. Zwei tragen aus dem Haus, zwei laden am Straßenrand ein. Der Lkw steht in der Ladezone. Am Zielhaus ist der Lift reserviert und mit Decken geschützt. Wer will, kann den Kasten vorab auspacken lassen und selbst nur noch einräumen. Das Ergebnis ist in der Regel ein Arbeitstag, bei größeren Wohnungen zwei.
Was der Umzug im ersten Bezirk kostet
Eine allgemeine Zahl gibt es nicht. Entscheidend sind Wohnfläche und Hausrat, das Stockwerk, der Lift, die Tragestrecke vom Haustor zum Lkw und die Zeit, die das Fahrzeug an der Adresse sein muss. In der Innenstadt kommen Aufwand für Genehmigungen und längere Tragewege hinzu, wenn die Zufahrt eingeschränkt ist. Montage, Entsorgung und Einpacken werden gesondert berechnet. Eine erste Einordnung der Faktoren finden Sie auf der Seite Kosten und Preise. Das konkrete Angebot erhalten Sie nach der Besichtigung schriftlich.
Nach dem Einzug
Die Anmeldung des Hauptwohnsitzes erfolgt innerhalb von drei Tagen. In Wien ist das Magistratische Bezirksamt zuständig. Wer vorher in einem anderen Bezirk gewohnt hat, beantragt das Parkpickerl neu, denn es gilt nur im eigenen Bezirk. Für alles andere ist die flächendeckende Kurzparkzone relevant, in der man mit Parkschein höchstens zwei Stunden stehen darf. Sperrgut und Altmöbel nehmen die Mistplätze der MA 48 an, größere Mengen räumt eine Entrümpelung. Allgemeine Hinweise geben die Übersiedlungstipps der Stadt Wien.
Einzelne Stücke und kleinere Aufträge
Nicht jede Übersiedlung ist eine Komplettübersiedlung. Wer nur ein Sofa oder einen Schrank braucht, ist beim Möbeltransport in 1010 Wien richtig, für ein Klavier gibt es den Klaviertransport. Ein Mini Umzug eignet sich für eine Einzimmerwohnung, eine Beiladung für flexible Termine und Umzugshelfer für Träger ohne Fahrzeug. Wer in die Nachbarschaft zieht, findet Hinweise zu Umzug 1060 Wien, Umzug 1080 Wien und Umzug 1100 Wien.
Häufige Fragen zum Umzug im ersten Bezirk
Wie viel Vorlauf braucht ein Umzug in der Inneren Stadt?
Für das Halteverbot bei der MA 46 mindestens 10 Werktage, für Besichtigung und Hausverwaltung besser vier Wochen. Je knapper der Termin, desto weniger Spielraum bleibt bei der Zufahrt.
Darf der Umzugswagen in den ersten Bezirk fahren?
Ob und wann ein Fahrzeug in eine bestimmte Gasse zufahren darf, hängt von der Adresse ab. Wir prüfen das vor dem Termin und sagen Ihnen, was zu beantragen ist.
Was tun, wenn die Möbel nicht durch das Stiegenhaus passen?
Zerlegbare Stücke bauen wir ab und am Ziel wieder auf. Bei fixen Teilen kann ein Möbellift über das Fenster eine Lösung sein, vorausgesetzt, Gasse und Fassade lassen ihn zu.
Muss ich nach dem Umzug in die Innere Stadt ein neues Parkpickerl beantragen?
Ja, wenn Sie aus einem anderen Bezirk zuziehen. Das Parkpickerl gilt nur für den jeweiligen Wohnbezirk und wird nach der Anmeldung des Hauptwohnsitzes für den 1. Bezirk neu ausgestellt.
Sie erreichen Speedy Umzug, Gellertgasse 28, 1100 Wien, unter +43 1 4171293.
